Cultural Spaces and Design – Prospects of Design Education


Die globalen Bewegungen unserer Zeit – bewegen sie auch die Designausbildung?

Diese Frage stellt sich das Forschungsprojekt Cultural Spaces and Design, das vom Institut HyperWerk und dem Institut Integrative Gestaltung | Masterstudio der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW durchgeführt wird. Es befasst sich mit den Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf Design und den Konsequenzen für die Designausbildung. In der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Vertretenden der Designpraxis werden Ausbildungsinhalte entwickelt und in die Designausbildung integriert.

Wer einem global arbeitenden Designteam angehört, sieht sich beispielsweise nicht selten mit rätselhaften Entwicklungen konfrontiert – obwohl doch alle dem Briefing zugestimmt haben. Es stellt sich die Frage, ob wir dabei nicht stillschweigend von den uns jeweils vertrauten kulturellen Stereotypen ausgegangen sind.

Die Arbeit von Designerinnen und Designern ist jedoch sehr konkret mit ihren jeweiligen Kulturen und Lebenswelten verbunden und kann nicht aus ihren Kontexten herausgelöst verstanden werden. Wenn wir von Design sprechen, dann geht es immer auch um kulturelle Praxis.

Diese Überlegungen sowie die Feststellung, dass die Designdisziplin bisher keine Kriterien entwickelt hat, die der globalen Ausdehnung ihres Aktionsrahmens kritisch Rechnung tragen, sind Ausgangspunkt von Cultural Spaces and Design – Prospects of Design Education. Anstelle der gängigen Nivellierung kultureller Eigenheiten und Praktiken soll ein Konzept von Designausbildung in bestehende Unterrichtsformen integriert werden, das die interaktive Kommunikation aller Beteiligten – Designerinnen und Nutzerinnen – sowie die differenzierte Wahrnehmung unterschiedlicher Milieus, Kulturen, Orten als eine genuin gestalterische Herausforderung unserer Zeit versteht.

Solchen Herausforderungen haben sich auch Studierende der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW gestellt, als sie 2016 mit dem Forschungsprojekt die Reise gingen. Sie haben sich mit fremden materiellen Kulturen, neuen Sichtweisen, anderen Lebenswelten in Indien, Australien, Botswana konfrontiert und dabei ihr eigenes Verständnis von Design kritisch befragt.

Um diese Erfahrungen und andere Themen geht es in den Veranstaltungen, die zum Abschluss des Forschungsprojekts Cultural Spaces and Design vom 18.–22. Juni 2017 stattfinden.

Neben drei Workshops, die von unseren Partnern aus Indien, Australien und Botswana geleitet werden, findet unter dem Titel Design is a Globalisation Issue auch ein international besetztes Colloquium statt. Dort berichten Studierende und Dozierende aus Botswana, Indien, Australien, Neuseeland, Kanada, Frankreich, den USA und der Schweiz von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen, stellen ihre eigenen Positionen vor und diskutieren die Zukunft der Designausbildung.

Alle Studierenden und Dozierenden der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und anderer Hochschulen sind herzlich eingeladen! Die Konferenzsprache ist ist Englisch.

Detaillierte Informationen zu Workshops und Colloquium gibt es hier.

Cultural Spaces and Design wird gefördert von der Gebert Rüf Stiftung.


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