DIPLOM 2014 – Ausstellung Institut Industrial Design + Förderpreis der Swiss Design Association


Die ausgestellten Diplomarbeiten des Instituts Industrial Design beschäftigen sich mit Objekten und Geräten des Alltags. Die thematische Vielfalt – vom Kochwerkzeug, über eine individualisierbare Brillenkollektion, eine innovative Unterschenkelprothese bis zum Startup-Konzept eines Möbellabels –  repräsentiert die intensive und persönliche Auseinandersetzung der Absolventinnen und Absolventen. Gerade die freie und individuelle Themenwahl ist ein wichtiger, inhaltlicher Bestandteil unseres Konzepts.


Es liegt nahe, auf den ersten Blick vor allem den möglichen Nutzen oder Gebrauchswert in den gezeigten Modellen zu erkennen. Dabei beschränken sich die Diplomarbeiten keineswegs auf rein praktische Aspekte: Die Objekte sind auch Träger von Bedeutungen und Erkenntnis. Die Diplomierenden nehmen mit ihnen zu gesellschaftlichen und kulturellen Fragen Stellung. Dies sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. So umfassen die gezeigten Thesisarbeiten nicht nur die praktische Umsetzung, sondern auch eine theoretisch-wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation. Mit dieser konzeptionell-forschenden Herangehensweise entwickelt sich eine Relevanz, die weit über die Anforderungen des Alltäglichen hinausreicht. Das Diplom 2014 repräsentiert damit unseren Anspruch, dass Design über ein Verständnis als blosse Dienstleistung hinausreicht und einen wichtigen kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag leistet. (Prof. Werner Baumhakl, Leiter des Instituts Industrial Design)

Erstmals wurden in der Ausstellung der Förderpreis der Swiss Design Association an eine Diplomarbeit des Instituts Industrial Design vergeben. Insgesamt wurden sechs Arbeiten für den Award nominiert. Die Preisträger sind DENIS BERNET und TOBIAS DETTWILER mit ihrer Arbeit PRODUKTE, DIE ETWAS ZU SAGEN HABEN.

Fernerhin umfasst die Liste der nominierten Projekte:
SHAY JOSEF ASSAF: MOD. N° 1–5 – KOCHBESTECK AUS DER SCHWEIZ
LAURA KÜNG: DIE STADT ALS NEUER LEBENSRAUMFÜR BIENEN
SAMUEL UEBERSAX: EDALO – ELEKTRISCH UNTERSTÜTZTES TRETBOOT
ANDREAS BHEND: MIILO – EIN KINDERRAD ALS BAUSATZ
FABIO STANCHERIS / GABRIEL STUDER: AEOLOS – RETTUNGSDROHNE


Die Ausstellung ist noch bis zum 19. September täglich von 11 bis 18 Uhr im Gebäude D, Freilager-Platz 1 zu sehen.

Alle Fotos dieses Beitrags: © 2014 Institut ID, Bernard Gardel

Verwandte Beiträge

BarCamp: 3rd Millennium Education

BarCamp_hgkscreenDigitalisierung – ein Thema das inzwischen keine Hochschule mehr ignorieren kann. Doch was bedeutet Digitalisierung für Bildung, Lehre, Wissensvermittlung? Was bedeutet sie für die Zukunft der Hochschulen? Welche Chancen bietet Digitalisierung für ein robusteres und offeneres Verständnis von Wissensentwicklung und welche Technologien, neue Medien sind hierbei relevant? Solche und weitere Fragen möchten wir in unserem kostenlosen Barcamp gemeinsam untersuchen.

WEITERLESEN →

ACT Performance-Festival am Institut Kunst

03_Bild_act_EMeister_SCREENSeit 2003 bietet ACT eine Plattform für Kunststudierende an Schweizerischen Hochschulen zur Realisation von performativen Projekten. Jedes Jahr tourt das Festival durch die Schweiz und macht in verschiedenen Städten Halt. Die Festivalanlässe verstehen sich als offenes Laboratorium zur Erprobung performativer Projekte und künstlerischer Strategien.

WEITERLESEN →

Public Domain: Tagung und Workshops

eventimage_01_wFreie Daten aus dem Bereich Kultur werden immer wichtiger. Eine grosse Chance für alle Beteiligten: Künstlerinnen, Förderer, Veranstaltende, Publikum.
Archive, Bibliotheken, Museen und Sammlungen sind seit Jahren daran, ihre Bestände digital zu erfassen. Damit wird ein wachsender Teil des kulturellen Erbes gesichert. Der grösste Teil dieser Werke liegt in der sogenannten Public Domain und wäre damit ohne Einschränkungen zugänglich. Noch zögern aber viele Institutionen, diese Bestände für alle zu öffnen.

WEITERLESEN →

Dokumentarfilmreihe Media-Reflections

Bildschirmfoto 2017-04-11 um 17.21.51Dokumentarfilme haben den Anspruch Zusammenhänge des Wahrhaftigen ins Bewusstsein zu bringen. Indem sie hier andere Medien und ihre Wirkungsweise reflektieren, stellt sich die Frage nach dem Faktischen oder medial Inszenierten immer neu.

WEITERLESEN →

Plakatausstellung: Instrumentalisierung und Widerstand

Bildschirmfoto 2017-03-29 um 17.03.54"Neues schaffen heisst Widerstand leisten, Widerstand leisten heisst Neues schaffen!"

WEITERLESEN →
Back to Top