Internationale Konferenz des Swiss Design Network – Beyond Change: Questioning the role of design in times of global transformation


Bevor sich das Design nicht selbst verändert, kann es auch in unserer Welt nichts verändern!

Hat die Menschheit durch Industrie und Technik eine neue Epoche eingeleitet? Diese Frage wird derzeit unter dem Schlagwort „Anthropozän“ in zahlreichen Disziplinen diskutiert. Dabei wird zum einen nach den negativen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die globale Umwelt gefragt, und zum anderen nach Mitteln und Wegen, um das Überleben der globalen Ökosysteme langfristig zu sichern. Vor diesem Hintergrund stellt die internationale Konferenz „Beyond Change“ die Frage, wie das Design anders als bisher zu einer gerechteren Gesellschaft und einer nachhaltigen Lebensweise beitragen kann. Und wie die tatsächlich von der gegenwärtigen Zeitenwende Betroffenen auf diese Prozesse Einfluss nehmen können.
 
Denn, dass sich die vorherrschende Hoffnung bewahrheitet, die Lösung aller Probleme komme nicht zuletzt von den Designschaffenden als Experten improblem solving, ist mehr als fragwürdig. Können Sie mit neuartigen Visionen und kreativen Lösungen in der Tat dazu beitragen, das Zeitalter andauernder Katastrophen und Krisen zu überstehen oder ist das Design in der bisherigen Form durch seinen Beitrag zPROGRu einer ausufernden Konsum- und Wegwerfkultur eher Teil des Problems?
 
„Beyond Change” stellt sich dagegen, die globale Dauerkrise unserer Tage als eine Art weltweiten Designwettwerb aufzufassen und damit den alten Weg letztlich einfach weiterzugehen. Die der Konferenz zugrundeliegende These lautet: Bevor sich das Design nicht selbst verändert, kann es auch in unserer Welt nichts verändern. Stattdessen wird in Vorträgen, Diskussionen und Filmvorführungen gefragt, wie Design als eine demokratische und freie Praxis imaginiert werden kann, die die Welt von innen heraus verändert, anstatt von einer höheren Warte herab Lösungen anzuordnen. Wie wird aus einer Flucht- und Problemlösungsstrategie des „globalen Nordens“ eine lokal situierte Praxis, die tatsächliche Lösungen zu entwickeln vermag? Kurz gesagt: Wie kann das Design die Hoffnungen erfüllen, die es geweckt hat?

PROGRAMM
Initiiert durch das Institut für experimentelle Design- und Medienkulturen (IxdM)

8. – 10. März 2018, an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW

Das Konferenzprogramm umfasst Keynote-Vorträge von Cheryl Buckley, Mia Charlene White, Beatriz Colomina, Kenny Cupers, Kjetil Fallan, Ramia Mazé und weiteren. 
Dazu gibt es zahlreiche Vortragspanels, Diskussionenund Filmvorführungen zur Geschichte der Nachhaltigkeit, zu Slow Living, nachhaltigen Materialien und nachhaltigem Urbanismus, des Weiteren zu Gemeinschaftsgütern, indigenem Wissen, handwerklichem Design und schliesslich zurPolitik des Objekts, zur radikalen Pädagogik und anderen Themen.

Während der drei Konferenztage wird das Foyer der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW zudem drei Designplattformen beherbergen. Jede von ihnen wird die Rolle des Designs aus seiner eigenen Disziplin heraus problematisieren – mit der Decolonising Design Group, Depatriarchise Design  und Precarity Pilot.

Weitere Infos gibt es auf der Konferenzwebsite beyondchange.ch

Credits
Das Swiss Design Network (SDN) verbindet sei 2004 die Schweizer Hochschulen für Design und Kunst, die sich für die Anerkennung und Förderung der Designforschung auf höchstem internationalem Niveau einsetzen. Seit seiner Gründung hat das SDN neun international beachtete Konferenzen organisiert und ihre Ergebnisse veröffentlicht. Zu den Aufgaben des Netzwerkes gehören die Unterstützung von Workshops und Publikationen, die Förderung junger Talente sowie den Austausch zwischen Designforschern, Institutionen, Universitäten und anderen Institutionen.

 

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