Internationale Tagung im Rahmen der Ausstellung „Bruce Nauman: Disappearing Acts“


Das Schaulager widmet einem der wichtigsten Künstler unserer Zeit eine lang erwartete Retrospektive. Die Ausstellung «Bruce Nauman: Disappearing Acts» wurde von der Laurenz-Stiftung, Schaulager Basel und dem Museum of Modern Art, New York, organisiert.

25 Jahre sind es her, seit das Werk von Bruce Nauman in seiner gesamten medialen Breite präsentiert wurde. Die Ausstellung umfasst Videoarbeiten, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Skulpturen, Neonarbeiten und raumgreifende Installationen. Neben Schlüsselwerken sind auch weniger bekannte Arbeiten zu sehen, und als Weltpremiere werden die 3D-Videoprojektion Contrapposto Split, die monumentale Skulptur Leaping Foxessowie zum ersten Mal in Europa die jüngst entstandenen Contrapposto Studies, i through vii präsentiert.

Der 1941 im mittleren Westen der USA geborene und heute in New Mexico lebende und arbeitende Künstler ist aufgrund seines wegweisenden Schaffens eine zentrale Figur der zeitgenössischen Kunst. In seiner Arbeit ergründet er Themen wie Sprache und Körperlichkeit und lotet Machtstrukturen und Regelwerke aus. Mit seiner beharrlichen Befragung ästhetischer und moralischer Wertvorstellungen und Sehgewohnheiten fordert Bruce Nauman unsere Wahrnehmung und Vorstellungskraft stets aufs Neue heraus. «Bruce Nauman: Disappearing Acts» bietet eine Übersicht auf das fünf Jahrzehnte umspannende vielgestaltige Werk dieses schwer fassbaren Künstlers, welches bis heute nichts an Dringlichkeit und Aktualität verloren hat.


Die internationale Tagung im Rahmen der aktuellen Ausstellung wird am 1. und 2. Juni im Schaulager stattfinden. Im Fokus stehen grundlegende Fragen zur Künstlerschaft, aber auch die Auseinandersetzung mit künstlerischen Verfahren und Arbeitsweisen: So wird Naumans Schaffen zum Beispiel vor dem Hintergrund soziokultureller Kontexte und technologischer Entwicklungen diskutiert. Sein Interesse und seine Auseinandersetzung mit Musik, Zeit, räumlicher Erfahrung und Machtstrukturen bieten neue und spannende Anknüpfungspunkte für aktuelle kunsttheoretische und kunstkritische Auseinandersetzungen.

Aber auch einzelne Arbeiten wie beispielsweise das für das Fernsehen produzierte Video Untitled (Flour Arrangements) (1967), welches Nauman zusammen mit seinen Künstlerkollegen Peter Saul und William Allan realisierte, werden an dieser Tagung eingehend besprochen. Im Anschluss an die Beiträge bietet ein moderiertes Round-Table-Gespräch den Referentinnen und Referenten die Möglichkeit zu einem erweiterten Austausch, an dem sich auch das Publikum beteiligen kann. Die fokussierte und konzentrierte Auseinandersetzung mit Bruce Naumans Œuvre gibt sowohl Fachleuten wie auch einem breiten Publikum Einblicke in das umfassende Werk des Künstlers und ermöglicht neue Impulse.

Anmeldung (bis 30. Mai 2018) und detailliertes Programm hier.
Back to Top