Yornel Martinez Elias zu Gast auf dem Campus der Künste


Der kubanische Künstler Yornel Martínez Elias wird von Oktober bis Dezember 2017 die Davidoff Art Residency in Basel innehaben. Der Postkonzeptualist folgt auf Guillermo Rodríguez (geb. 1986, Puerto Rico) und Michael Linares (geb. 1979, Puerto Rico) und ist damit bislang der dritte Künstler des von der Davidoff Art Initiative in Zusammenarbeit mit dem Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und dem Atelier Mondial ausgerichteten Residency-Programms.

Das Kunstschaffen von Martínez betont die Verbindungen zwischen Worten und Bildern – oftmals unterläuft er dabei die Funktion diskursiver Elemente, um auf diese Weise nachdrücklich deren Bedeutung zu verändern. Um sein Interesse an dem, was er „visuell die Beschränkungen der Sprache überschreiten“ nennt, zu intensivieren, arbeitet er häufig mit anderen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden zusammen.

Eines der Ziele seines Residency-Aufenthalts in Basel liegt für Martínez in der Rekonstruktion einer virtuellen Erfahrung, wobei der kreative Akt und die Erfahrung der Teilnehmenden unterstrichen werden sollen. Zur Zusammenarbeit mit der Hochschule merkt Martínez an: „Es handelt sich um einen Ort und einen Raum für grossartige neue Ideen. Hier treffen Dialoge und unterschiedliche Disziplinen des zeitgenössischen schöpferischen Arbeitens aufeinander, hier steht Bildung und Ausbildung mit anderen interdisziplinären und auf Zusammenarbeit beruhenden Schwerpunktsetzungen im Austausch. An diesen Herangehensweisen teilzuhaben, die auf die Integration der Studienfächer abzielen, wird bereichernd sein, wenn es gilt, mit bestimmten Problemen umzugehen, die in meinem Werk enthalten sind. Meine zukünftigen Arbeiten können davon in hohem Masse profitieren.“

Über den Künstler
Yornel Martínez Elias (geb. 1981 in Manzanilla, Kuba; er lebt und arbeitet in Havanna) arbeitet mit Sprache und Bild und verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der die Zusammenarbeit betont. Im Anschluss an seine Studien in Malerei und Zeichnung an der Academia de Arte Plásticas José J. Tejada (Santiago de Cuba) erhielt Martínez 2007 ein Diplom von der Fine Arts Faculty am Instituto Superior de Arte ISA (Havanna). Zahlreiche Ausstellungen in Kuba und international; zu ihnen zählen in jüngster Vergangenheit u. a.: 2017 die Einzelausstellung Statement, El Apartamento arte contemporáneo (Havanna); 2016 die Einzelausstellung Mi mano derecha no sabe lo que escribe mi mano izquierda (My Right Hand Doesn’t Know What My Left Hand Writes) an der Biblioteca Nacional José Martí (Havanna) sowie die Beteiligungen an den Gruppenausstellungen Roots of Influence, PAMM/Perez Art Museum Miami, Rainbow Caravan, Aichi Triennale (Nagoya), Transhumance, Beyond Cuban Horizons, CAB Art Center (Brüssel); 2015 fand die Einzelausstellung Intervención en la librería, Librería Fayad Jamís im Zuge der XII. Bienal de La Habana (Havanna) statt, die auch Beiträge für verschiedene andere Veranstaltungsorte der XII. Bienal de La Habana lieferte.

Über das Davidoff Art Residency Programm in Basel
Die Davidoff Art Residency Basel ist Teil der Davidoff Art Initiative (DAI). Sie unterstützt zeitgenössische Kunst von Kunstschaffenden aus der Karibik, stärkt Kunstorganisationen und fördert das kulturelle Engagement zwischen der Karibik und dem Rest der Welt. Es stellt eine Zusammenarbeit zwischen DAI, Atelier Mondial und dem Institut Kunst, Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW dar. Jedes Jahr wird eine Künstlerin oder ein Künstler aus der Karibik eingeladen, drei Monate im Atelier Mondial auf dem Campus der Künste zu verbringen und mit Chus Martínez, der Leiterin des Institut Kunst, in der Lehre an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW zusammenzuarbeiten.

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